|
Von Dr. Astrid Heinl, Aschenheim, © “Our Cats” Die Leber spielt eine zentrale Rolle, um die Körperfunktionen aufrecht zu erhalten. So werden in der Leber lebenswichtige Substanzen, wie Eiweiß und Blutgerinnungsfaktoren synthetisiert. Darüber hinaus ist die Leber für das Stoffwechselgeschehen bedeutsam und trägt dazu bei, Abfallprodutke auszuscheiden. Eine Lebererkrankung kann daher durch zahlreiche Ursachen bedingt sein und entsprechend vielfältig sind die klinischen Symptome. Das deutlichste Zeichen, daß mit der Leber etwas nicht in Ordnung ist, ist die Gelbfärbung der Haut und der Schleimhäute; man spricht in diesem Fall von Gelbsucht oder Ikterus. Da neben ist ein Wasserbauch, in der Medizin als Aszites bezeichnet, ebenfalls ein Hinweis auf eine Erkrankung. Gerade im Anfangsstadium einer Erkrankung sind die Symptome meistens jedoch eher untypisch. Daher ist es erforderlich, den Urin zu untersuchen und Blut zu entnehmen, um Leberenzyme zu bestimmen. Auch Röntgenaufnahmen oder Ultraschalluntersuchungen machen es möglich, etwaige Veränderungen der Leber hinsichtlich Größe oder Erscheinung zu erkennen. Auch die Entnahme einer Biopsie kann evtl. nötig werden; diese kann fast immer ohne Komplikationen durchgeführt werden. Die Behandlung richtet sich nach der diagnostizierten Lebererkrankung. Da die Leber in die Verstoffwechselung der meisten Nahrungsmittel involviert ist, kann eine Leberdiät hilfreich sein, um die erkrankte Leber weniger zu belasten. Das bedeutet, daß weniger Fett und Kohlenhydrate dafür aber hochwertiges Eiweiß zugeführt werden sollten. Spezielle Leberdiäten sind dann Tierarzt erhältlich. Da ferner benötigen leberkranke Katzen zusätzlich Vitamine sowie Leberschutzmedikamente. Buchtipp zum Thema: “Krankheiten der Katze” von den Professoren Horzinek, Schmidt u. Lutz Eines der beiden zweifellos umfassendsten und empfehlenswertesten veterinärmedizinischen
Nachschlagewerke im Hinblick auf die Katzengesundheit ist die 4. überarbeitete Auflage von “Krankheiten der Katze”, deren Hauptautoren die renommierten Professoren Marian C. Horzinek, Hans Lutz und Vera Schmidt
sind. Die dritte Auflage erschien 2003 und erfreute sich so großer Nachfrage, dass bereits zwei Jahre später eine 4. Auflage anstand, die somit auch gleich den neusten medizinischen Kenntnissen angepasst werden konnte. (Großformatige, gebundene Ausgabe, 880 Seiten, 2005, Enke Verlag, ISBN 3830410492, 149,90 EUR)
“Katzen Krankheiten” Band 1 + 2 von W. Kraft, U.M. Dürr und K. Hartmann Und hier haben wir das zweite der beiden zweifellos umfassendsten und empfehlenswertesten
veterinärmedizinischen Nachschlagewerke über die Krankheiten der Katze. Lange musste man auf diese 5. überarbeitete Ausgabe warten, endlich ist sie im Handel und hat gegenüber den früheren Auflagen eine
ganz erhebliche Erweiterung erfahren: Sie liegt erstmalig in zwei Bänden vor. Das zeigt nicht nur die erheblichen Erweiterungen, die die einzelnen Kapitel erfuhren, sondern spiegelt auch die geradezu sprunghafte Entwicklung
wider, die sich in den letzten Jahren auf allen Gebieten der Kleintiermedizin ergeben haben. (Gebundene Ausgabe, März 2003, Schaper Verlag, ISBN 3794401999, 168,00 EUR) Weitere Buchtipps zum Thema Gesundheit: (letzte Änderung dieser Seite: 15 April, 2006)
|
|||