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Eine der Hauptaufgaben der Nieren besteht darin, aus dem Blut Abfallprodukte des Stoffwechsels herauszufiltern und mit dem Urin auszuscheiden. Liegt eine Erkrankung oder Schädigung der Nieren vor, so ist ihre Funktion beeinträchtigt. Folglich sammeln sich im Blut Abfallprodukte und verursachen Krankheitssymptome. (Beim Auftreten der klinischen Symptome sind in der Regel bereits der weitaus überwiegende Teil der Nierenzellen geschädigt!)

Eine erkrankte Niere verliert die Fähigkeit, den Urin zu konzentrieren. Das Tier setzt von Tag zu Tag mehr Urin ab und trinkt zum Ausgleich dafür immer mehr Wasser. Dies ist häufig das erste Anzeichen einer Nierenerkrankung. Meist zeigt sich das Fell sehr struppig und wirkt stark fettig.
Ein weiteres Symptom ist immer häufiger werdendes Erbrechen, ohne daß dabei Haarballen ausgewürgt werden, und im fortgeschrittenen Stadium kann man den Urin förmlich aus allen Poren entweichend riechen (auch urinöser Mundgeruch). Schließlich ist eine massive Gewichtsabnahme zu verzeichnen und die Tiere werden im weiteren Verlauf regelrecht apathisch oder weisen andere Verhaltensauffälligkeiten auf (z.B. Aggressivität, Ruhelosigkeit, Ängstlichkeit usw.).

Mögliche Ursachen und Risikofaktoren:

  • Altersbedingte Einschränkungen der Nierenfunktion
  • Erblichkeit; bei bestimmten Rassen können schon in jungen Jahren Nierenprobleme auftreten
  • Bakterielle oder virale Infektion (z.B. Leukose oder FIP)
  • Ernähungsbedingte Ursachen

Die Nierenfunktionsstörung tritt vor allem (aber nicht nur!) bei älteren Katzen auf. Da Wohnungskatzen in der Regel eine höhere Altersstufe erreichen, sind diese stärker gefährdet. Hinzu kommt, daß Wohnungskatzen nicht die ausgewogene “Mäusekost” genießen, sondern oft durch falsche Ernährung (zu viele schlechtverdauliche Eiweiße, z.B. Sojaeiweiß) geradezu prädestiniert für diese Krankheit sind. Beim ersten Verdacht sollte man daher unbedingt den Tierarzt aufsuchen, denn mit einer Nierenfunktionsstörung ist nicht zu spaßen!! (Ich spreche aus Erfahrung, da ich zwei Stubentiger nacheinander hierdurch verloren habe...) Die Krankheit kann nämlich nicht kurriert werden, da sich eine geschädigte Niere nicht wiederherstellen läßt! Im besten Falle kann man für eine Stagnation des Krankheitsverlaufes sorgen, meist läßt sich der Krankheitsverlauf jedoch nur noch verzögern. Daher gilt: Je eher diagnostiziert, desto besser stehen die Chancen.

Die richtige Behandlung kann eine Vielzahl der Symptome unter Kontrolle bringen und verbessert zugleich die Lebensqualität der Katze!

Das Tier muß einer gründlichen Untersuchung unterzogen werden (Blutwerte - vor allem Kreatinin und Harnstoff, aber auch Phosphor, Natrium, Kalium - geben Auskunft über den Stand der Dinge). Der Tierarzt wird dem Tier eine spezielle Nierendiät verordnen, die den Verlauf der Krankheit verzögert. Diese Diät weist einen reduzierten Gehalt an Protein (Eiweiß) auf, damit die Nieren weniger Abbauprodukte ausscheiden müssen und somit die Krankheitssymptome gemindert werden. Weiterhin wird hier besonders auf hochwertiges Eiweiß, welches die Katze gut abbauen kann (also z.B. kein Sojaeiweiß!) geachtet. Eine salz- und phosphorarme Kost (ebenfalls in der Nierendiät berücksichtigt) beugt weiteren Schädigungen der Niere vor. Absolut wichtig: viel frisches Wasser bereitstellen!!

Was versteht man unter einer “Chronischen Niereninsuffizienz”?

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(Übersetzung: Birgit Lötzerich, für Übersetzungsfehler wird keine Garantie übernommen.)

Ungefähr 200.000 kleine Nephrone ( => im Dienst der Harnbereitung stehende Struktur- und Funktionseinheiten der Niere) beseitigen die Abfallprodukte (=> harnpflichtige Endprodukte des Eiweißstoffwechsels) und regulieren den Wasser- und Elektrolythaushalt im Körper. Wenn diese Nephronen anfangen abzusterben und Abfallprodukte und Elektrolyte nicht mehr effektiv verarbeitet werden können, resultiert eine Chronische Niereninsuffizienz. Die Abfallprodukte sammeln sich im Körper der Katze an, was im Prinzip bedeutet, dass die Katze durch die Abfallprodukte vergiftet wird, weil die Nieren nicht mehr imstande sind, diese heraus zu filtern. Während die Nieren fortfahren zu degenerieren, können Elektrolytverschiebungen auftreten, ebenso wie Anämie und Bluthochdruck.

Die Nieren haben vier Primärfunktionen:

  • Filtern der Abfallprodukte des Körpers (hauptsächlich Harnstoff und Kreatinin).
  • Stabilisieren der Elektrolyte (Kalium, Kalzium, Phosphor und Natrium).
  • Die Produktion von Erythropoetin, welches das Knochenmark anregt rote Blutzellen zu produzieren.
  • Die Produktion des Renins (ein Enzym, welches den Blutdruck reguliert)

Unterscheidung zwischen Chronischem und Akutem Nierenversagen

Nierenversagen kann entweder chronischer oder akuter Art sein. Chronisches Nierenversagen ist eine progressive, irreversible Verschlechterung der Nierefunktion. Da Katzen ihre Krankheiten im Allgemeinen sehr gut verbergen und die frühen Anzeichen des Chronischen Nierenversagens subtil sind, kann diese Krankheit erst erkannt werden, wenn der Patient das 70%ige-Verschlechterungsniveau erreicht hat und drastischere Symptome wahrnehmbar sind. Das scheinbar plötzliche Auftreten der Krankheit wirkt dann wie ein akuter Zustand, ist aber häufig vielmehr ein Krisenpunkt der Chronischen Niereninsuffizienz. Im Vergleich dazu wird ein Akutes Nierenversagen (ANV) durch ein plötzliches Abschalten der Nierefunktion gekennzeichnet, häufig begleitet von der Oligurie (verringerte Urinproduktion). Die Primärursachen des ANV bei Katzen sind: Hindernisse bei der Urinausscheidung, ansteckende Krankheiten, Trauma und die Einnahme von Giftstoffen wie z.B. Ethylenglykol, welches im Frostschutzmittel enthalten ist. ANV ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung, die schnell tödlich verlaufen kann! Daher ist eine sofortige tierärztliche Behandlung zwingend notwendig!! Obwohl die Prognose normalerweise schlecht ist, kann die normale Nierenfunktion unter Umständen wieder hergestellt werden, wenn die Beschädigung noch nicht zu weit fortgeschritten ist und eine gute und frühe ärztliche Behandlung erfolgt.

Altersbedingte Verschlechterung

Die Chronische Niereninsuffizienz ist eine der führenden Todesursachen bei älteren Katzen. Nach dem Erreichen des siebten Lebensjahres einer Katze ist es durchaus anzuraten, bei der jährlichen Routineuntersuchung auf eine Nierenerkrankung testen zu lassen (Blutprobe, Urinanalyse, Blutdruckmessung). Bei einer frühzeitigen Erkennung, richtiger Diät und (bei Bedarf!) Durchführung einer Hydratation (=> Flüssigkeitstherapie durch Infusionen) können Katzen durchaus einige Zeit glücklich und aktiv bleiben.
(Anmerkung der Webmasterin zur Hydration: Sie sollte nur durchgeführt werden, wenn eine Dehydration vorliegt, da eine übermäßige Flüssigkeitszufuhr - z.B. wenn die Katze selbst eine hohe Wassermenge aufnimmt und dann noch infundiert wird - zu einem Lungenödem, kongestivem Herzversagen und Bluthochdruck führen kann!)

Was verursacht die Chronische Niereninsuffizienz?

Die Chronische Niereninsuffizienz kann verschiedene Ursachen haben. Allgemeine Faktoren wie Alter, Genetik, Klima und Krankheit können die Insuffizienz begünstigen. In den letzten Jahren richtet man vermehrte Aufmerksamkeit auf erhöhten Blutdruck, erniedrigtes Kaliumniveau, ansäuernde Diäten und zahnmedizinische Erkrankungen als mitwirkende Faktoren für die Entwicklung eines chronischen Nierenversagens. Untersuchungen haben ergeben, dass einige Rassen ein höheres Aufkommen von Chronischer Niereninsuffizienz als andere Rassen zu verzeichnen haben. Hierzu gehören Maine Coon, Abessinier, Siamesen, Russisch Blau, Burmesen und Balinesen. Obgleich die Chronische Niereninsuffizienz in jedem Alter auftreten kann, wird sie vor allem bei älteren Katzen diagnostiziert. Durch diätetische Verbesserungen der Katzenahrung, Fortschritte in der veterinärmedizinischen Behandlung und vermehrte Wohnungshaltung leben Katzen jetzt viel länger und ihre Körper “dienen aus”.

Da die Chronische Niereninsuffizienz also nicht auf eine einzige, klar definierbare Ursache zurückzuführen ist, gibt es bisher auch kein konkretes Vorgehen um eine Chronische Niereninsuffizienz zu verhindern. Nicht jede Katze entwickeln die Krankheit. Statistische Studien können lediglich einen Hinweis darauf geben, was nützlich sein kann, der Krankheit vorzubeugen. Da die Ursachen aber unterschiedlicher Natur sein können, kann unter Umständen jede Vorkehrungen fruchtlos bleiben.

Ansäuernde Diäten

Es gibt Überlegungen, dass ansäuernde Diäten wie sie im allgemeinen bei Katzen mit Erkrankungen der ableitenden Harnwege bzw. bei Neigung zur Struvitbildung verabreicht werden, die Absorption des Kaliums verringern und so zu einer Hypokaliämie beitragen und eine metabolische Azidose verursachen oder verschlimmern.

Kaliummangel

Ein niedriger Kaliumspiegel ist ebenfalls eine mögliche Ursache für eine Chronische Niereninsuffizienz und kann ein frühes Warnsignal sein. Manche Tierärzte raten bereits zu einer Kaliumergänzung wenn das Kaliumniveau im unteren Normbereich liegt, statt zu warten, bis es unter den Referenzwert sinkt. Ihre Argumentation ist dahingehend, dass eine frühe Kaliumergänzung das Fortschreiten der Niereninsuffizienz vielleicht verzögert. Katzen mit eingeschränkter Nierenfunktion sind nicht imstande, übermäßigen Kaliumverlust zu verhindern. Der Körper extrahiert in der Folge das Kalium vom Gewebe, um den Blutspiegel aufrecht zu erhalten, was bedeutet, dass der tätsächliche Kaliummangel verdeckt wird.
Eine Kaliumergänzung sollte jedoch immer in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen, da hierbei zu beachten ist, in welchem Stadium der Niereninsuffizienz sich das Tier befindet.

Zahnmedizinische Zusammenhänge

Es ist ratsam beim jährlichen Checkup Mund, Zähne und Zahnfleisch kontrollieren zu lassen. Die Entfernung des Zahnsteins und eine Reinigung der Zähne kann sehr bedeutungsvoll für die Gesundheit der Katze sein! Die im Mund durch ein zahnmedizinisches Problem entstehenden Bankterien können zweifellos zur Chronischen Niereninsuffizienz beitragen. Viele Patientenbesitzer sagen aus, dass die Niereninsuffizienz entweder gerade vor oder gleich nach der Zahnsarnierung festgestellt wurde.

Der Zusammenhang zwischen zahnmedizinischen Verfahren und der Diagnose einer Chronischen Niereninsuffizienz kann das Resultat einer Anzahl von Faktoren sein.

  • Die routinemäßige Blutkontrolle, die vor oder nach dem zahnmedizinischen Eingriff durchgeführt wird, kann die bereits seit längerem vorhandene Niereninsuffizienz aufdecken.
  • Die Anästhesie, die während des kieferchirurgischen Eingriffs verwendet wird, kann die bestehende Insuffizienz verschlimmern und das plötzliche Auftreten von Symptomen verursachen. Die Patientenbesitzer sollten daher unbedingt darauf bestehen, dass ein Narkosemittel verwendet wird, welches die Nieren nicht belastet!
  • Der kieferchirurgische Eingriff selbst kann die Nieren gefährden, wenn während des Verfahrens die Freisetzung von Bakterien und ihren Giftstoffen verursacht wird. Darum sollte vorher mit dem Tierarzt über eine vorsorgliche Antibiose gesprochen werden.

Hoher Blutdruck

Der Zusammenhang zwischen den Nieren und dem Blutdruck ist kompliziert. Die Nieren spielen eine entscheidende Rolle in der Stabilisierung des Blutdrucks. Gleichzeitig stehen die Nieren in der Gefahr, durch einen zu hohen Blutdruck zerstört zu werden. Weiterhin kann ein hoher Blutdruck die Chronische Niereninsuffizienz für eine Zeit verdecken, indem er die Nephrone zwingt, ihre normale Leistungskapazität zu übersteigen. Der erhöhte Druck veranlasst die Nephrone, schneller zu verfallen und beschleunigt so das Fortschreiten der Chronischen Niereninsuffizienz.

Impfstoffe

Sehr interessant sind die Forschungen, die eine mögliche Wechselbeziehung zwischen dem RCP-Impfstoff (Schnupfen/Seuche) und dem chronischen Nierenversagen der Katzen belegen.
Für nähere (englischsprachige) Infos zur Studie bitte
hier klicken!

Behandlung der Schilddrüsenüberfunktion

Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) ist eine Krankheiten, die vorwiegend bei Katzen mitteleren Alters bzw. bei älteren Katzen auftritt. Die Hyperthyreose erhöht den Blutfluß in den Nieren und kann die Symptome einer vorhandenen Chronischen Niereninsuffizienz verdecken. Studien zeigen, dass ein bedeutender Prozentsatz der Katzen, die gegen Hyperthyreose behandelt werden (egal welche Therapieform gewählt wurde) Symptome einer Chronischen Niereninsuffizienz zeigen. Die Behandlung gegen Hyperthyreose verringert die Produktion des Schilddrüsenhormons, was unter anderem den Blutfluß in den Nieren verringert. Die vorher verdeckte Niereninsuffizienz wird offensichtlich, und sogar gesunde Nieren können eine Verschlechterung erfahren. Daher ist es wichtig, die Nierefunktion bei Katzen, die sich in Behandlung gegen Hyperthyreose befinden, regelmäßig zu überwachen.
 

Anzeichen der Chronischen Niereninsuffizienz

Die Chronische Niereninsuffizienz kann einzig durch klinische Tests genau bestimmt werden. Es gibt einige Symptome und Verhaltensauffälligkeiten, die die Wahrscheinlichkeit einer Niereninsuffizienz anzeigen. Wenn diese sichtbar werden, sollte die Katze so bald wie möglich einem Test unterzogen werden. Zu den Symptomen gehören beispielsweise erhöhter Durst (Polydipsie) und übermäßiges Urinieren (Polyurie), Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Gewichtverlust / Abmagerung bzw. Auszehrung sowie struppiges Fell. Nur 30% der Nierekapazität ist für das normale Arbeiten der Nieren erforderlich. Folglich treten keine sichtbaren Symptome auf, bis ca. 70% der Nierenfunktion verloren sind. Es ist äußerst wichtig, sofort mit der Behandlung zu beginnen, wenn die ersten Symptome auftreten!

Diagnose

Es gibt einige andere Erkrankungen, die dieselben oder ähnliche Symptome bewirken wie die Chronische Niereninsuffizienz. Daher ist der einzige Weg, eine sichere Diagnose zu erstellen, der, entsprechende Tests beim Tierarzt durchführen zu lassen. Eine Urinanalyse kann nachweisen, dass der Urin der Katze in seiner Konzentration verdünnt ist, was beweist, dass die Nieren die Abfallstoffe nicht ausleiten. Bluttest belegen die Konzentration von Kreatinin und Harnstoff sowie weiterer Bestandteile des Blutes. Ein erhöhter Kreatininspiegel ist der spezifischste Indikator für den Verlust der Nierefunktion.

Behandlung

Es gibt keine Heilung für die Chronische Niereninsuffizienz, aber die Erkrankung kann eine Zeit lang “unter Kontrolle” gebracht werden. Der Grundstein hierfür liegt in der Steuerung des Abfallprodukt-Aufkommens. Da die verbleibenden Nephrone in ihrer Fähigkeit Abfallprodukte zu verarbeiten begrenzt werden, gilt es die Menge der Abfallprodukte auf ein Niveau zu verringern, welches die Nephrone bewältigen können. Die hierfür notwendige Therapie ist eine Kombination aus Diätfuttermittel, Medikation und Hydratation (Diurese).

Es gibt aktuelle Forschungsprojekte, die darauf abzielen, durch die Verabreichung von ACE-Hemmern oder Kalzumkanalblockern das Fortschreiten einer Chronischen Niereninsuffizienz zu verlangsamen. Diese Medikamente weiten die Blutgefässe, senken somit den Blutdruck und ermöglichen einen nicht schädlichen Anstieg des Butflusses durch die Nieren. Auch wenn die Studien noch nicht abgeschlossen sind, sind die bisherigen Ergebnisse sehr ermutigend. In Ländern wie Holland, England und USA sind neben der Dialyse inzwischen sogar Nierentransplantationen möglich. Eine Transplantation kann jedoch nicht als Heilung, sondern lediglich als Behandlung angesehen werden.

Prognose

Die Chronische Niereninsuffizienz ist eine unheilbare Krankheit. Die Frage besteht also nur darin, wie lange und bei welcher Lebensqualität der Patient überleben kann. Bei einer guten Behandlung kann sich der verbleibende Zeitraum bei relativ hoher Lebensqualität von Monaten bis zu Jahren erstrecken.
Es liegt bei dem Versorger der nierenkranken Katze, zu erkennen, wann die Lebensqualität des Tieres soweit gesunken ist, dass es keinen Sinn mehr macht, das Ende weiter hinauszuzögern.

Auch unter der Gabe von Nierendiät, Medikamenten und Infussionen wird man letztlich einige der nachfolgend genannten Symptome beobachten können:

        • Excessives Urinieren
        • Übermäßiger Durst
        • Übelkeit
        • Erbrechen (Flüssigkeit und/oder Nahrungsmittel)
        • Speicheln
        • Dehydration (Austrocknung)
        • Hängen über dem Wassernapf
        • Gastritis (Magenschleimhautentzündung durch Urämie)
        • Verstopfung
        • Appetitmangel
        • Gewichtsverlust
        • Muskelabbau
        • Abmagerung / Auszehrung
        • Struppiges Fell
        • Mundgeruch (durch Ammoniak)
        • Lethargie (Teilnahmslosigkeit)
        • Müdigkeit
        • Depressionen
        • Mundschleimhautentzündung, Geschwüre im Mund
        • Ablösende Netzhaus
        • Krämpfe, Untertemperatur, Koma (Endstadium)
           

Noch in der Entwicklung: Urintest zur Früherkennung

Ein neuer Urin-Test zum Nachweis von Microalbumin (eine sehr geringe Menge von Albumin) im Urin soll der Früherkennung einer Nierenschädigung dienen. Der dauerhafte Nachweis von Albumin im Urin (Proteinurie/Albuminurie) ist bereits ein Indikator für eine Nierenschädigung, lange bevor der Spiegel von Harnstoff oder Kreatinin im Blut ansteigt. Nähere (englischsprachige) Infos hierzu: E.R.D. - Screen Urine Test

Unsere persönlichen Erfahrungen in Sachen chronische Niereninsuffizienz
und deren (homöopathische) Therapie könnt Ihr auf
Luca´s Seite nachlesen!

Detaillierte Infos zur Behandlung von CNI (chronische Niereninsuffizienz) Ihr unter www.felinecrf.info bzw. in der E-Group “Nierenkranke Katze

Buchtipp zum Thema:



“Krankheiten der Katze” von den Professoren Horzinek, Schmidt u. Lutz

Eines der beiden zweifellos umfassendsten und empfehlenswertesten veterinärmedizinischen Nachschlagewerke im Hinblick auf die Katzengesundheit ist die 4. überarbeitete Auflage von “Krankheiten der Katze”, deren Hauptautoren die renommierten Professoren Marian C. Horzinek, Hans Lutz und Vera Schmidt sind. Die dritte Auflage erschien 2003 und erfreute sich so großer Nachfrage, dass bereits zwei Jahre später eine 4. Auflage anstand, die somit auch gleich den neusten medizinischen Kenntnissen angepasst werden konnte.
Gemeinsam mit unzähligen anderen anerkannten Spezialisten haben sie die Erfahrungen vieler Kliniken im In- und Ausland zusammengetragen, welche auf allen Teilgebieten der Katzenmedizin das ganze Spektrum des Wissens abdecken und aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungstendenzen berücksichtigen. Es werden neue medizinische Wege beschritten, um den Anforderungen der täglichen Praxis gerecht zu werden.
Das breit gefächerte Spektrum (allein das Inhaltsverzeichnis beläuft sich auf 12 Seiten) umfasst Verhaltensstörungen, Ratschläge zur Vorbereitung und Handhabung der Allgemeinuntersuchung, die klinische Labordiagnostik, Röntgen- und Ultraschallbilder, Virusinfektionen und Infektionen bakterieller Art, Mykosen (Pilzbefall), Parasitosen (Parasitenbefall), Erkrankungen von Herz- und Kreislauf, der Atemwege, der Haut, von Mund und Zähnen, des Magen-Darm-Traktes, der Leber, des Pankreas (Bauchspeicheldrüse), der Nieren und Harnwege, der Geschlechtsorgane, des Nervensystems, der Augen, des Blutes, der endokrinen Organe und des Immunsystems. Weiterhin befasst man sich mit Erbkrankheiten, Skelettveränderungen, Traumen, Vergiftungen, Tumoren, Alterskrankheiten, Anästhesie, Chirurgie, Orthopädie, Arzneimitteltherapien/-wirkungen, Energie- und Nährstoffbedarf. Abschließend wird noch ein Blick auf das Management von Haltung und Zucht sowie auf einige Rechtsfragen in bezug auf die Katze geworfen.
Das gesamte Werk ist sehr übersichtlich gegliedert und gestaltet, reich bebildert und sehr angenehm zu lesen. Kurzum: Ein unverzichtbares Nachschlagewerk, das Antworten auf nahezu alle Fragen zur erkrankten Katze liefert! (Leider hat es auch einen dementsprechenden Preis....)

 (Großformatige, gebundene Ausgabe, 880 Seiten, 2005, Enke Verlag, ISBN 3830410492, 149,90 EUR)

 

“Katzen Krankheiten” Band 1 + 2 von W. Kraft, U.M. Dürr und K. Hartmann

Und hier haben wir das zweite der beiden zweifellos umfassendsten und empfehlenswertesten veterinärmedizinischen Nachschlagewerke über die Krankheiten der Katze. Lange musste man auf diese 5. überarbeitete Ausgabe warten, endlich ist sie im Handel und hat gegenüber den früheren Auflagen eine ganz erhebliche Erweiterung erfahren: Sie liegt erstmalig in zwei Bänden vor. Das zeigt nicht nur die erheblichen Erweiterungen, die die einzelnen Kapitel erfuhren, sondern spiegelt auch die geradezu sprunghafte Entwicklung wider, die sich in den letzten Jahren auf allen Gebieten der Kleintiermedizin ergeben haben.
Der Tatsache Rechnung tragend, dass die Katze immer mehr an Beliebtheit gewinnt und verstärkt in der Tierarztpraxis vorgestellt wird, liefern die Autoren eine völlige Neubearbeitung und Aktualisierung dieses Standardwerkes, welches erhebliche Erweiterung erfahren durfte.
Die Themengebiete der 1467 Seiten erstrecken sich von Behandlungstechniken über Endoskopie, Bildgebende Verfahren, Sofortmaßnahmen bei akuten Traumen und Notfällen, Vergiftungen, Infusionstherapie und Sondenernährung, Impfung, virale und bakterielle Infektionskrankheiten, Mykosen, Zoonosen, Parasitosen, Krankheiten des Auges, der Ohren, der Haut, des Bewegungsapparates, der Zähne und des Kiefers, des Kreislaufsystems, des Respirationstrakts, der Verdauungsorgane, der Leber, der Pankreas, der Harnorgane, des Blutes, des Immunsystems und des Nervensystems bis hin zur Gynäkologie, Missbildungen, Stoffwechselstörungen, Alterserkrankungen, Tumoren, Onkologie, Ernährung und Diätetik, Verhaltensprobleme, Chirurgie und sogar Tötung.
Interessant ist hierbei, dass manche Krankheitsbilder in verschiedenen Kapiteln (also von unterschiedlichen Autoren) beschrieben werden, was zur Folge hat, dass unterschiedliche Meinungen zum Ausdruck kommen, was dem Leser ein breiteres Blickfeld eröffnet.
Kurz gesagt: Das Warten hat sich gelohnt, die Fülle ist atemberaubend - wenngleich dieses Werk hinsichtlich des Fachjargons nicht ganz so verständlich für den Laien ist wie das vorgenannte Werk.

 (Gebundene Ausgabe, März 2003, Schaper Verlag, ISBN 3794401999, 168,00 EUR)

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(letzte Änderung dieser Seite: 15 April, 2006)


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