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Zahnstein
Zahnhygiene sollte nicht nur bei uns Menschen, sondern auch bei unseren Haustieren eine Selbstverständlichkeit sein. Leider bemerken viele Katzenbesitzer Zahnprobleme bei ihrem Tier erst dann, wenn ihr Schützling durch starken Mundgeruch auf sich aufmerksam macht oder das Futter verweigert. In diesem Stadium sind dann bereits millimeterstarke Zahnbeläge und massive Zahnfleischentzündungen anzutreffen.
Für uns Menschen ist es selbstverständlich, ein- bis zweimal im Jahr zur Vorbeuge und Kontrolle den Zahnarzt aufzusuchen. Auch bei Katzen sollte eine jährliche Gebißkontrolle zur Norm gehören. Die lästige und durch ihre Folgen auch schmerzhafte Zahnsteinbildung kann dadurch schon im Anfangsstadium beseitigt werden.
Zahnstein zeigt sich als gelb-brauner, rauher Belag auf den Zähnen. Als Vorstufe bildet sich ein weicher Plaque, der aus Speichelbestandteilen, Futterresten und Bakterien besteht. Darin lagern sich Mineralien ein, die zu einer extremen Verhärtung des Zahnbelages führen.
chreitet die Zahnsteinbildung fort, entzündet sich das Zahnfleisch, später erkrankt auch das Zahnbett, da sich der Zahnstein unter das Zahnfleisch schiebt. In diesem Stadium fallen die Tiere durch unangenehmen Mundgeruch auf. Nachfolgend kommt es zu Eiterungsprozessen und einer schmerzhaften Lockerung der Zähne. Der rauhe Zahnsteinbelag führt an den Backenseiten der hinteren Zähne zu einer ständigen Reibung mit der Backenschleimhaut. Diese wird verletzt, entzündet sich und wird ebenso wie das verletzte Zahnfleisch zu einer idealen Eintrittspforte für Krankheitserreger. Bakterien gelangen auf diese Weise leicht in die Blutbahn und können sich vorwiegend an den Herzklappen und in den Nieren in Form von Abszessen festsetzen.
Offensichtlich haben manche Tiere eine besondere Veranlagung zur Zahnsteinbildung, da bei gleicher Fütterung die Zahnsteinbildung ganz unterschiedlich auftritt. Vorbeugend sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. (Anmerkung der Webmasterien: Rohe, große Fleischbrocken von der Pute oder vom Rind mind. 3 x pro Woche bewirken einen hervorragenden Abrieb der Plaque und sind ein Leckerbissen für die Tiere, die im Gegensatz zum Fertigfutter auch den Kautrieb befriedigen!)
Die Zahnsteinentfernung wird genau wie beim Menschen mit einem Ultraschallgerät durchgeführt. Allerdings lassen sich unsere Vierbeiner diese Prozedur nur unter Narkose gefallen. Durch die heute zur Verfügung stehenden Kurznarkosemittel ist der Eingriff auch für Risikopatienten weitgehend ungefährlich. Nach der gründlichen Entfernung der Zahnbeläge schließt sich eine Politur des aufgerauhten Zahnschmelzes an, der eine all zu rasche Zahnsteinneubildung verhindert. Gleichzeitig kann der Tierarzt feststellen, ob noch weitere Zahndefekte vorliegen, wie etwa durch Karies verursachte Löcher, die eine weitere zahnärztliche Behandlung erforderlich machen.
Bei regelmäßiger Zahnkontrolle kommt es meist gar nicht erst soweit. Bis ins hohe Alter ist es dadurch möglich, der Katze gesunde und auch schöne Zähne zu erhalten. Wir wollen nicht vergessen: die "dritten Zähne" gibt es nur für den Menschen.
Quelle und ©: Bundesverband Praktischer Tierärzte e.V. - Pressedienst
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“Das Katzenzahnbuch” von Markus Eickhoff
Vom selben Autor wie das zuvor genannte Fachbuch wurde auch dieser Ratgeber verfasst, der sich direkt an den Katzenhalter wendet: Als eher unabhängige und manchmal eigensinnige Wesen sind die meisten Katzen in ihren Schmerzäußerungen sehr zurückhaltend. Somit werden gerade Erkrankung der Maulhöhle vom Besitzer häufig zu spät wahrgenommen, obwohl Schädigungen des Zahnhalteapparats, FORL oder Mundhöhlentumoren zu den häufigen Katzenkrankheiten gehören. Mit diesem Ratgeber gibt der erfahrene Tierarzt und Zahnarzt Dr. med. vet. Markus Eickhoff, der im Raum Stuttgart eine Tierärztliche Fachpraxis für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde führt, dem interessierten und verantwortungsbewussten Halter einen Überblick über die zahlreichen Zahnkrankheiten der Katze und klärt über den Aufbau von Katzenzähnen auf. Er hilft, Schädigungen früh zu erkennen, erklärt mögliche Therapieverfahren anschaulich anhand zahlreicher Bilder und gibt umfangreiche Tipps zur Vorsorge.
(Broschierte Ausgabe, 103 Seiten, Paray, ISBN 3830441940, 19,95 EUR)


“Zahn-, Mund- und Kiefernheilkunde bei Klein- und Heimtieren” von Markus Eickhoff
Für jede Problemstellung erhält der Leser Schritt für Schritt das Wissen für die Diagnose, die Therapie und dazu wichtige Entscheidungshilfen. Parallel dazu profitiert man von Hintergrundinformationen, die dabei unterstützen, Theorie und Praxis miteinander zu verknüpfen. Aufschlussreiche Bildreihen erklären die Arbeitsabläufe. Aus dem Inhalt:
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- und andere Erkrankungen des Mundraums
- Im Kapitel “Katze spezial” werden wichtige Erkrankungen wie FORL, Eosinophiler Granulomkomplex, Feline chronische Gingiva Stomatitis behandelt.
(Broschierte Ausgabe, 250 Seiten, 2005, Enke, ISBN 3830410387, 64,95 EUR)

(letzte Änderung dieser Seite: 13 März, 2013)
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