Paten gesucht!
Auf dieser Seite möchten wir einige unserer Dauerpflegetiere vorstellen, für die wir dringend Paten suchen. Bei diesen Tieren handelt es sich entweder um nicht mehr vermittelbare Tiere (aufgrund Alter, Krankheit oder extremer Scheu) oder um Tiere, die aufgrund eines Handycaps eine erschwerte Vermittlungschance haben und daher längerfristig bei uns sitzen und in dieser Zeit hohe Pflegekosten verursachen.
Allein für Futter- und Streu fallen monatlich rrund 35,- bis 40,- Euro pro Katze an. Hinzu kommen die Arztkosten, die während des Aufenthaltes anfallen, so dass ein nicht unerheblicher Aufwand entsteht, wenn eine Katze über einen längeren Zeitraum nicht zu vermitteln ist. Daher sind wir auf Hilfe durch Patenschaften angewiesen. Die Beträge der Patenschaften können frei festgesetzt werden, es gibt keinerlei Vorgaben von uns. Wichtig ist für uns, dass wir mit dem regelmäßigen Eingang der Patenschaft rechnen können, weshalb sich ein Dauerauftrag bei der Bank anbietet.
Die Paten erhalten eine Patenschaftsurkunde und werden selbstverständlich in regelmäßigen Abständen über das Ergehen ihres Patentieres informiert.

Mikesch (geb. ca. 2004/05) hat in den letzten Jahren sehr viel durchmachen müssen. Bis irgendwann in 2006 hatte er ein Zuhause. Offensichtlich aufgrund psychischer Probleme der Halterin wurde er aber eines Tages vor die Tür gesetzt, nicht mehr versorgt und durfte das Haus nicht mehr betreten. Der arme Kerl wurde seinem Schicksal überlassen, verstand die Welt nicht mehr und bettelte über 2 Jahre in der umliegenden Nachbarschaft um Einlass. Mikesch versuchte verzweifelt, menschlichen Anschluss zu finden, wurde aber nur hin und wieder von Nachbarn mal ein bisschen gefüttert. Ansonsten kümmerte sich niemand um das Leid des total zahmen und verschmusten Katerchens. Aus dieser Zeit muss auch ein mindestens 2facher Bruch des Schwanzes herrühren, der dafür sorgte, dass der größte Teil des Schwanzes bewegungsunfähig war. Mikesch verwahrloste zusehends, und es sollte über 2 Jahre dauern, bis sich endlich jemand aus der Nachbarschaft erbarmte und den Tierschutz informierte!!! Wir kümmerten uns unverzüglich um diesen Notruf und fanden ein Tier vor, das an vielen Stellen des Körpers sein Fell verloren hatte. Zunächst wurde eine Flohspeichelallergie diagnostiziert und behandelt, dann wurde Mikesch in eine Pflegestelle aufgenommen. Dort stellte sich heraus, dass es schwerwiegendere Gründe als eine Flohspeichelallergie für den Haarausfall geben musste, denn der Juckreiz wurde immer schlimmer, Mikesch begann, sich das Fell büschelweise auszurupfen und allmählich begannen die haarlosen Stellen zu regelrecht zu suppen. Er bot ein Bild des Jammers!
Wir vermuteten, dass es psychische Gründe hatte und dass der nun in der Pflegestelle fehlende Auslauf sowie der Mangel an Zeit (beide Pflegepersonen waren in Vollzeit berufstätig) die Lage noch verschlimmerte, auch wenn Mikesch sich gut mit den vorhandenen Katzen vertrug. So bemühten wir uns um eine neue Pflegestelle mit Auslauf, wo den ganzen Tag über jemand daheim war. Dort gefiel es ihm auch sehr gut, er genoss den Freigang, schloss innige Freundschaft mit dem vorhandenen Hund und sein Zustand besserte sich zusehends. Das Fell wuchs langsam nach, die schlimmen Wunden verheilten. Im Laufe der Zeit fühlte er sich dort wohler und wohler, kam mehr und mehr zur Ruhe, so dass sogar von seiner Pflegefamilie in Erwägung gezogen wurde, ihn vertraglich zu übernehmen und als festes Familienmitglied willkommen zu heißen.
Aber es sollte anders kommen. Immer mal wieder auftretende Unruhe in der Familie (die Kinder wurden allmählich „flügge“ und verließen das Haus zeitweise zur Berufsausbildung, es gab längere Abwesenheiten durch Urlaub und Kuraufenthalte) führte immer wieder zu einem Rückschlag und Mikesch begann jedes Mal wieder mit Fellrupfen, so dass er auch dort ein großes Sorgenkind blieb. Seine Seele war immer noch schwer angeknackst und so wurde sein Zustand wieder schlechter. Um die Entzündungen einzudämmen und den Juckreiz durch die offensichtlich psychisch bedingte Hautkrankheit zu stoppen, blieb uns leider nichts anderes übrig, als ihn auf Kortison zu setzen. Es schlug an und er erholte sich wieder. Aber wir wussten auch, dass dies kein Dauerzustand war.
Obwohl der hübsche Tiger schon über 2 Jahre auf unserer Vermittlungsseite vorgestellt war, interessierte sich kaum mal jemand für ihn, und wenn mal ein Anruf kam, machte man einen Rückzieher, wenn man von Mikeschs Problemen hörte.
Also sprachen wir ein Vereinsmitglied an, welches vor einiger Zeit verzogen und daher nicht mehr im aktiven Dienst war, ob sie bereit wäre, Mikesch als Dauerpflegling zu sich zu nehmen. Nach kurzer Überlegung erklärte sie sich bereit Mikesch zu ihren Katzen und ihrem anderen Dauerpflegling „Silvana“ dazu zu nehmen. Mikesch lebt nun seit Mitte März 2010 dort in ruhiger, grüner Umgebung, bestens betreut und voll integriert in die bestehende Katzengruppe, genießt er die volle und liebevolle Aufmerksamkeit, denn seine Pflegemama ist nicht mehr berufstätig und hat somit die nötige Zeit für den Schatz.
Inzwischen wurde Mikesch von dem leblosen, hinderlichen Teil seines Schwanzes befreit und das verbliebene Stummelschwänzchen tut seinem Charme und seinem Aussehen überhaupt keinen Abbruch. Er kommt wunderbar damit zurecht und auch das Erklimmen der Bäume sowie das Springen ist für ihn kein Problem. Der Süße ist endlich „angekommen“, fühlt sich unglaublich wohl, ist total aufgeschlossen, verspielt und tobt gerne im Garten mit den anderen Katzen übermütig herum.

Das Fellrupfen gehört zwar der Vergangenheit an, aber leider benötigt Mikesch weiterhin Cortison. Er erhält außerdem er ein Naturmittel, welches zu seinem seelischen Wohlbefinden beiträgt, sowie hyperallergenes Spezialfutter, das er sehr gut verträgt. Hin und wieder leckt er sich an zwei bis drei Stellen des Körpers ein wenig öfter als normal, aber das quält ihn nicht, sein Fell weist keine kahlen Stellen mehr auf und er genießt es, regelmäßig gebürstet zu werden. Wegen der so positiven Wendung des Befindens von Mikesch werden wir keinen Versuch mehr unternehmen, ihn nochmals zur Vermittlung freizugeben.
Aufgrund dessen, dass die Pflegeperson bereits 6 eigene Tiere (alles ehemalige CAT-CARE-Schützlinge) allein zu versorgen und zu unterhalten hat, ist es ihr nicht möglich, auch für Mikesch noch zusätzlich die Kosten für Tierarzt, Futter, Medikamente, Impfungen, Parasitenschutz usw. zu tragen. Deswegen muss der Verein weiterhin für den Unterhalt von Mikesch aufkommen. Wir würden uns daher sehr über eine Patenschaft freuen, die uns hilft, den Unterhalt des Tieres auf längere Sicht zu finanzieren.
Wenn Sie uns bzw. Mikesch mit einer Patenschaft helfen wollen – und sei sie noch so klein – kontaktieren Sie uns bitte unter info@cat-care.de!