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Birgit Lötzerich

Warum Katzenschutz?

Die großteils verbreitete Meinung, dass „Katzen schon irgendwie durchkommen“ stimmt leider nicht! Unsere Großstädte sind ein schlechtes Revier für die Katze als Jägerin. Dies liegt vor allem an der hohen Population und den sich immer stärker ausbreitenden (tödlichen) Viruskrankheiten. Aber auch sonst haben es die Tiere nicht einfach, vor allem im Winter nicht. Nässe, Kälte, verschlossene Mülltonnen, Giftköder, Ratten- oder Mäusegift, Menschen, die sie aus Angst vor Unrat
verjagen – das alles erschwert das Überleben einer Straßenkatze. Die Tiere sind von Grund auf geschwächt, das Immunsystem ist nicht stabil, Erkrankungen und Tod sind an der Tagesordnung.
Und trotz alle Aufklärung sind noch immer sehr viele Hauskatzen unkastriert, so dass im Frühjahr die Zahl der Straßenkatzen sprunghaft ansteigt und auf diese Weise wiederum das Elend vergrößert. Man geht davon aus, daß ein Katzenpärchen im Jahr zweimal Junge bekommt, von denen durchschnittlich 2,8 Tiere überleben, die sich wiederum bereits im Alter von 6 Monaten weiter fortpflanzen:


Leider immer noch übliche Praktiken (besonders auf dem Land), der Babyflut Herr zu werden, in dem man neugeborene oder auch schon mehrere Wochen alte Katzenkinder auf brutalste Weise tötet (Erschlagen, Ersticken, Ertränken, Vergiften usw.) sind Tierquälerei und werden vom Gesetzgeber bestraft!!! Doch leider schließen viele Menschen lieber die Augen, anstatt gegen solche Machenschaften vorzugehen.
Und die Katzen, die diesem Schicksal gerade noch entgehen (vielleicht, weil sie dann doch schon zu groß waren, als die Mutter sie präsentiert hat) gehören dann später jener traurigen Statistik an, die besagt, daß jährlich 200.000 Katzen ausgesetzt und 250.000 Katzen von Jägern erschossen und Hunderttausende als Versuchstiere "verbraucht" werden, wie es zynisch im Fachjargon heißt.


Konsequentes Handeln ist gefragt

Gegen dieses Elend hilft nur eins: das konsequente Kastrieren der freilebenden Katzen und das Einfangen und Vermitteln der Tiere, die (wieder) in einen Haushalt integriert werden können. Vor allem Babykatzen müssen schnell von der Straße geholt werden, bevor sie erst verwildern. Die Tiere, die nach der Kastration wieder ausgesetzt werden müssen, weil sie bereits völlig verwildert sind, benötigen eine medizinische Grundversorgung, müssen mit Nahrung versorgt (zugefüttert) werden und einen winterfesten “Unterschlupf” erhalten (Styro-Hütten).

Die „CAT-CARE Tierhilfe Kassel e.V.“ möchte, daß die herrenlosen Katzen von Kassel und Umgebung ihre Chance bekommen! Daher handeln die Mitglieder mit viel Enthusiasmus und größtem Engagement. Doch dieses Vorhaben kann nur gelingen,

  • wenn sich weitere einsatzbereite Katzenfreunde finden
  • wenn sich ausreichend Pflegestellen finden
  • wenn genug Spenden und Medikamente zusammenkommen

Wenn Sie mithelfen möchten, setzten Sie sich mit uns in Verbindung!
 

Und hier noch eine Pressemitteilung der
Bundestierärztekammer zum Thema:
 

Kastration verhindert Katzenelend (07.03.2002)
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Bonn (BTK) - Katzen und Kater, besonders frei laufende, sollten jetzt kastriert werden. Die Bundestierärztekammer (BTK) bittet alle Katzenhalter um ihre Hilfe, das Elend vieler Tiere zu verhindern. Nicht von ungefähr stellten die Ägypter die Göttin der Fruchtbarkeit in Gestalt einer Katze dar. Schließlich zeugen ein Katzenpaar und seine Welpen in zehn Jahren statistisch gesehen ca. 80 Mio. Nachkommen. Doch so entzückend junge Kätzchen auch sind - bei weitem nicht alle finden liebevolle und verantwortungsbewusste Besitzer. Noch immer werden viele Katzenjunge auf brutale Weise getötet oder einfach ausgesetzt.

Die Überlebenden verwildern, sind meist unterernährt und verenden oft genug jämmerlich an Infektionskrankheiten wie beispielsweise der Katzen-Leukose oder dem so genannten "Katzenschnupfen". Viele Tiere werden auch überfahren oder von Jägern erschossen - Gefahren, denen natürlich jede Katze ausgesetzt ist, die sich frei bewegen darf. Allerdings streifen paarungsbereite Katzen und Kater deutlich weiter und ausgiebiger herum als ihre kastrierten Artgenossen. Die Kastration wirkt außerdem auch direkt lebensverlängernd: Es ist erwiesen, dass bei Tieren beiderlei Geschlechts viele hormonabhängige Erkrankungen verhindert oder zumindest drastisch reduziert werden. Dazu gehören Gesäugetumore, Gebärmutterentzündungen, Prostataerkrankungen oder Hodenkrebs. Die Methode der medikamentösen Empfängnisverhütung ("Katzenpille") als Alternative zur Kastration ist dagegen mit Risiken für die Gesundheit verbunden. Zudem ist sie bei Tieren, die freien Auslauf haben, sehr unsicher.

Als wichtiger zusätzlicher Vorteil der Kastration gilt, dass sich das Zusammenleben von Katze und Mensch nach der Operation oft erheblich angenehmer gestaltet. Denn eine Katze wird nicht mehr rollig und nächtelange Jaulkonzerte gehören der Vergangenheit an. Der Urin kastrierter Kater verliert seinen abstoßenden Geruch und bis zu 90% der Tiere stellen nach dem Eingriff das Urinmarkieren ein. Als negative Folgen einer Kastration können Verfettung und/oder Harnsteinbildung auftreten. Beides lässt sich jedoch über speziell dafür entwickelte Futtermittel sehr gut kontrollieren. Katzenbesitzer sollten sich auf jeden Fall von ihrer Tierärztin bzw. ihrem Tierarzt beraten lassen.

Kastration:
Vollständiges Entfernen der Keimdrüsen (Hoden bzw. Eierstöcke)

Sterilisation:
 Abbinden oder Durchschneiden der Samenstränge bzw. Eileiter;
die hormonelle Funktion der Keimdrüsen bleibt erhalten (d.h. auch der Fortpflanzungstrieb mit allen dazugehörigen Verhaltensweisen!!!)
(Anmerkung CAT-CARE: Aus diesem Grund und den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken ist von einer Sterilisation abzusehen und eine Kastration vorzuziehen!!!)



Übrigens: Umfangreichere Informationen zum Thema Frühkastration finden Sie in unserer Abhandlung “Frühkastration” im Downloadbereich (rechte Spalte).

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