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Giardien sind Einzeller, die sich im Dünndarm der Wirtstiere oder des Menschen tummeln und u.a. scheinbar unbehandelbare Durchfälle verursachen. Da es sich um Parasiten aus dem Süden handelt, denkt noch immer nicht jeder Tierarzt bei Durchfalle sofort an Giardien. Die gängigen Untersuchungen des Kots bringen zumeist keine positiven Ergebnisse, da Giardien oft nur mittels speziellen Untersuchungsverfahren nachweisbar sind.

Giardienbefall bei Katzen

Wie werden Giardien bei Katzen nachgewiesen?

Diese Untersuchung wird in den Labors bzw. den Praxe aber noch nicht routinemäßig im Parasitenprofil durchgeführt. Giardien sind fast nur per Antigen-Test (ELISA) nachweisbar, und ein solcher muss explizit beauftragt werden. Gelegentlich werden sie aber auch per Zufallsbefund im Parasitenprofil entdeckt.

Wie äußert sich der Befall mit Giardien bei Katzen?

Ausgewachsene, immunstarke Tiere bleiben bei Giardienbefall häufig symptomlos, so dass die Halter keine Anzeichen des Parasiten bemerken. Kitten und Jungkatzen hingegen zeigen neben anhaltendem, therapieresistentem, mitunter auch blutigem Durchfall nicht selten Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und ein gestörtes Allgemeinbefinden. t Je nach Abwehrstärke können sind die Symptome stärker oder milder ausgeprägt. Die meisten Tiere sind munter und haben einen völlig normalen Appetit, nehmen aber rapide ab und "verkümmern". 

Auffällig ist der Geruch des Kots, der sich häufig als süßlich oder süß/säuerlich wahrnehen lässt. In der Farbe können die Ausscheidungen hell und gelblich im Vergleich zu normalem Kot sein.

Wie steckt die Katze sich mit Giardien an?

Bei Katzen aus dem Ausland, die mit einem mitleidigen Urlauber oder über einen Tierschutzverein nach Deutschland gekommen sind, ist es zumeist so, dass sie die netten Darmbewohner in ihren warmen Herkunftsländern eingesammelt und hierher eingeschleppt haben. Eine Weiterverbreitung hierzulande erfolgt von Tier zu Tier über den Kot. Gerade bei freilaufenden Katzen kommt es dann zu einer epidemieartigen Ausbreitung im Katzenrevier.

Besteht Ansteckungsgefahr für andere Tiere und den Menschen?

Durch die Ausscheidung der Zysten besteht Ansteckungsgefahr für alle anderen Tiere im Haushalt bzw. im Garten. Die Übertragung der Giardien vom Menschen auf den Hund wurde bereits im Jahr 1983 nachgewiesen. Umgekehrt sind natürlich auch infizierte Hunde und Katzen mögliche Infektionsquellen für den Menschen - insbesondere für Kinder.

Wie bekämpft man Giardien?

Die gängigen Wirkstoffe im Einsatz gegen Giardien sind Metronidazol (z.B. Clont) oder Fenbendazol (Panacur). Letzteres ist im Rahmen der Schulmedizin die erste Wahl, da es besser verträglich ist und weniger Risiken der Nebenwirkung birgt. Fenbendazol ist das einzige Antihelmintikum (Wurmmittel), welches eine Wirkung auf Giardien zeigt. Im Einsatz gegen Giardien muss es jedoch abweichend dosiert werden. Nach Angaben des Herstellers muss die Dosis von 50 mg pro kg Körpergewicht 5 Tage hintereinander verabreicht werden, danach ist 3 Tage zu pausieren, um anschließend wiederum eine 5-tägige Gabe anzuschließen.

Im Beipackzettel ist nur von einer 3-tägigen Gabe die Rede, was darin begründet liegt, dass es sich bei dieser Angabe um die Wurmbehandlung, nicht um die Giardienbehandlung handelt. Also noch einmal in Kurzform: 5 Tage Gabe, 3 Tage Pause, 5 Tage Gabe.

Ist der Einsatz nicht von Erfolg gekrönt, geht man in der Schulmedizin zu Metronidazol über. 

Kolloidales Silber als Behandlungsalternative gegen Giardien

Ich habe anlässlich des Giardienbefalls in einer unserer Pflegestellen vor vielen Jahren zu Kolloidalem Silber gegriffen, als bei einem mit Giardien befallenen Wildlings-Wurf weder Fenbendazol (in der o.g. Dosierung) noch Metronidazol anschlug. Der Durchfall war einfach nicht zu stoppen, trotz aufwändigster Hygienemaßnahmen zur Verhinderung der Reinfektion. Die Giardientests fielen immer wieder positiv aus, und zwar über viele Wochen bzw. sogar Monate.

Ich entschied damals, dass es einen Versuch wert sei, einen alternativen Weg einzuschlagen, und verabreichte über 10 Tage Kolloidales Silber 50 ppm (2 x täglich je 0,7 ml pro kg Körpergewicht; per Spritze aufgezogen, aufgefüllt mit Wasser, damit das Silber auf schnellem Weg transportiert wird, direkt ins Mäulchen).
Zeitversetzt verabreichte ich täglich etwas Vitamin-C-Pulver (=Ascorbinsäure), da das Kolloidale Silber unter der Vit.C-Gabe eine bessere Aufnahme findet.

Innerhalb von wenigen Tagen stoppte der Durchfall und wir merkten, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Nach 10 Tagen pausierten wir eine Woche und wiederholten die Gabe danach noch einmal. Von da an hatten wir Ruhe, und der 2 Wochen später durchgeführte Test fiel endlich negativ aus.

Als Bezugsquellen für Kolloidales Silber empfehle ich die Pestalozzi Apotheke. Abzuraten ist von irgendwelchen Ebay-Versteigerungen, da bei der Herstellung von KS auch gepanscht werden kann!

Darmaufbau im Anschluss an die Giardienbehandlung

Da kolloidales Silber (wie Antibiotika) nicht zwischen guten und schlechten Bakterien unterscheiden kann, werden bei der Behandlung auch nützliche Darmbakterien abgetötet. Aus diesem Grund sollte nach der Behandlung mit kolloidalem Silber eine Darmsanierung durchgeführt werden (z.B. mit Darmpflegepulver Vetrivital, Powerdarm, SymbioPet, Bactisel oder Vetosan).

Ernährung während der Giardienbehandlung 

Unterstützend zur Behandlung sollte eine kohlenhydratarme Ernährung zum "Aushungern" der Giardien gewählt werden. Am besten Fleisch (B.A.R.F.) oder zumindest hochwertiges Dosenfutter ohne Getreide (siehe Artikel Futtertipps).

Wann kann der Nachtest erfolgen

Laut Auskunft des veterinärmedizischen Labors Laboklin sollten vor dem nächsten ELISA-Test 10 Tage (gerechnet ab der letzten Medikamenten-Verabreichung) vergangen sein. Ich persönlich würde auf jeden Fall dazu raten, mehrmals in Abständen zu testen, da erstens nicht mit jedem Kot Giardien-Zysten ausgeschieden werden, was bedeutet, dass ein Test auch falsch-negativ ausfallen kann(!) und zweitens die Reinfektionsrate sehr hoch ist. Man kann hierzu entweder den Kot in ein Labor schicken oder sich Giardien-Schnelltests für daheim bestellen.

Buchtipp zum Thema:
 

Kolloidales Silber

"Kolloidales Silber" von Dr. Josef Pies / Uwe Reinelt

Die Heilkräfte von Kolloidalem Silber - das ist besonders fein verteiltes, für das bloße Auge nicht sichtbar - waren lange Zeit in Vergessenheit geraten, dabei darf man es schon fast als “Alleskönner” bezeichnen. Oral eingenommen wirkt es wie ein “nebenwirkungsfreies Antibiotikum”, äußerlich angewendet lindert es z.B. in Silbertextilien den Juckreiz bei Neurodermitis. Dass das Einsatzgebiet jedoch noch viel größer ist, darüber möchte dieser Gesundheitsratgeber einen umfassenden Überblick geben. 
Im allgemeinen Teil wird zunächst erläutert, was Kolloidales Silber eigentlich genau ist, wie es richtig hergestellt und wie es angewendet bzw. dosiert wird.
Im Teil “Anwendung von kolloidalem Silber bei Menschen” finden über 100 Krankheitsbilder des Auges, der Atemwege, der Haut, von Mund und Zähnen, des Urogenitaltrakts sowie weitere Krankheiten Erwähnung, und es wird besprochen, in wie weit Kolloidales Silber bei Erkrankungen wie AIDS und SARS eine helfende Rolle spielen kann.
Im dritten Teil geben die Autoren Informationen über die Einsatzmöglichkeiten von Kolloidalem Silber bei Tieren (z.B. bei Atemwegserkrankungen, Bindehautentzündung, Blasenentzündung, Borreliose, Durchfall, Hautpilz, Stiche oder Bisse, FIV, FeLV, Katzenseuche, Katzenschnupfen, Mund- und Zahnentzündungen, Ohrenentzündung, Kampfwunden und vieles mehr).
Die beiden letzten Teile befassen sich mit den Einsatzmöglichkeiten bei Pflanzen und  in der Haushaltshygiene.

(Gebundene Ausgabe, 205 Seiten, VAK-Verlag, ISBN 3935767854, 16,95 EUR)

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