Die ganze Familie ist schon total gespannt und jeder freut sich auf das neue Familienmitglied. Es wird deine erste Katze sein. Deshalb gibt viel im Vorfeld zu beachten, vor allem in deiner Wohnung. Du willst, auf der einen Seite, dass sich deine Samtpfote in deinen vier Wänden wohlfühlt. Auf der anderen Seite musst du bedenken, dass alles für das Tier gesichert ist. Es kann nämlich so manche Gefahr auf deinen Vierbeiner lauern. Ich habe ein paar Tipps für dich gesammelt, wie du deine Wohnung katzensicher machen kannst.

Katzengerchte Wohnung - Photo: erik jan leusink QTe MHNUrz4 unsplash

Eine katzengerechte Wohnung: So bereitest du dein Zuhause auf das neue Familienmitglied vor

FRÜH GENUG ANFANGEN

Der große Tag, an dem du dein neues Familienmitglied begrüßen kannst, kommt meist schneller als gedacht. Deshalb solltest du früh damit anfangen, deine Wohnung katzengerecht zu machen, damit Du fertig bist, bevor dein neuer Mitbewohner auf Samtpfoten einzieht. So musst Du Dich zum einen nicht gleichzeitig um die Wohnung kümmern, während die Katze bespaßt werden möchte. Zum anderen sind Tiere oft wie kleine Kinder. Überall lauern Gefahren und es kann etwas zu Bruch gehen. Bist du jedoch vorbereitet, minimierst du das Risiko, dass etwas passieren kann.

SPIEL- UND RÜCKZUGSMÖGLICHKEITEN SCHAFFEN

Bevor du dich um die Sicherheit in der Wohnung kümmerst, solltest du bedenken, dass Katzen sehr aktive Tiere sind. Sie brauchen viel Aufmerksamkeit, allerdings beschäftigen sie sich auch gerne mal allein. Dazu solltest du ihnen ein paar Möglichkeiten schaffen.

Eine Katze braucht unbedingt viel Platz! Daher sorge bitte dafür, dass deine Katze in deiner Wohnung ausreichend Bewegungsfreiraum hat. Das gilt vor allem für die reine Wohnungshaltung, aber auch im Falle des späteren Freigangs benötigt Deine Katze Platz zur Bewegung und zum Rückzug in der Wohnung. Bitte achte stets auf eine artgerechte Haltung!

Was auf keinen Fall fehlen darf in deiner Wohnung, sind Möglichkeiten zum Spielen, zum Kratzen und zum Verstecken. Sorge beim Besorgen von Kratzbaum und anderem Zubehör, das dein Tier brauchen wird, für eine gute Qualität, ansonsten kaufst du möglicherweise innerhalb kürzester Zeit zweimal.

ZIMMERPFLANZEN ÜBERPRÜFEN

Katzen naschen immer wieder gerne an deinen Zimmerpflanzen. Wenn du nur ein, zwei Sekunden wegschaust, kann sie sich auf die Fensterbank geschlichen und die Blätter angenagt haben. Allerdings gibt es viele Pflanzen, die sogar giftig für deinen Vierbeiner sein können.

Gefahr Zimmerpflanzen - Foto: sven mieke 7r7uOpb86Jg unsplash

Überprüfe unbedingt bei jeder Pflanze in deiner Wohnung, ob sie gefährlich für das Tier sein könnte. Beispielsweise Efeu, Gummibaum oder Geranien und vieles andere mehr solltest du am besten schnellstens wegschaffen, um böse Zwischenfälle zu vermeiden.

Neben den giftigen Pflanzen solltest du darauf achten, dass deine Katze keine gefährlichen Lebensmittel frisst. Zwiebeln und Knoblauch z.B. enthalten schädliche Sulfide, die toxisch für deine Katze sein können.

STECKDOSEN SIND KEINE SPIELZEUGE

Es könnte auch sein, dass dein Liebling nicht unbedingt nur an organischen Sachen herumknabbern will. Auch Kabel und Steckdosenleisten sind nicht immer vor den scharfen Zähnchen sicher. Ein daraus folgender Stromschlag kann das Tier sein Leben kosten.

Zudem könnte die Katze sich in einem Kabelsalat verheddern und in Panik geraten. Das könnte ebenfalls Verletzungen nach sich ziehen. Lass es bitte nicht so weit kommen und versuche erreichbare Steckdosen und Kabel unzugänglich für deine Katze unterzubringen. Kabelkanäle bekommst Du in jedem Baumarkt.

FENSTER UND TÜREN SICHERN

Bei Fenstern und Türen ist die Gefahr oft groß, dass sich die Katze auf irgendeine Weise einquetschen könnte. Deshalb solltest du sie ausreichend sichern. Fenster sollten nur dann gekippt werden, wenn ein entsprechender Kippfensterschutz angebracht ist, der die Öffnung verdeckt, so dass die Katze nicht versuchen kann, hindurch zu gelangen. Du kannst kippbare Fenster auch mit einem Schloss ausstatten. Sicher ist sicher.

Schwing- und Glastüren sind ebenfalls gefährlich, da auch hier ein Verletzungspotenzial besteht. Die Katze könnte sich einklemmen oder gegen die Glastür knallen und sich auf diese Weise eine Kopfverletzung zuziehen. Normale Türen lassen sich mit einem Türstopper sichern. So wird ein Einquetschen verhindert. Auf die Glasscheibe lässt sich in Katzenhöhe leicht eine dekorative Folie anbringen, die das Tier auch dann erkennen lässt, dass eine Tür im Weg ist, wenn es im Eiltempo unterwegs ist.

SICHERE KÜCHE ODER KOMPLETT ZUM SPERRGEBIET ERKLÄREN

Am besten versuchst du deine Katze gar nicht erst in die Küche hinein zu lassen. Das ist allerdings nicht immer so einfach, beispielsweise wenn du eine offene Wohnküche hast. Hier ist die Gefahr groß, dass Reinigungsmittel offen herumstehen. Putzmittel und andere Chemikalien sollten sicher verstaut sein, und zwar so, dass dein Vierbeiner auf keinen Fall drankommen kann, idealerweise in einem Küchenschrank, der fest verschließbar ist.
Ebenso Messer und andere scharfkantige Gegenstände. Auch Geräte sollten so aufgestellt sein, dass die Katze sie nicht am Kabel auf sich ziehen kann.
Die größte Gefahr stellen heiße Herdplatten dar. Diese brauchen oft lange, bis sie nach dem Kochen wieder abkühlen. Hier gibt es diverse Möglichkeiten, die Kochstellen fachgerecht abzudecken. Aber auch während des Kochens besteht die Gefahr, dass die Katze auf den Herd springt. Auch hier muss besonders aufgepasst werden.

GEFAHREN IM BAD

Die meisten Katzen meiden Nässe, aber dennoch spielen viele Katzen auch gern mit Wasser, so dass sie sich auch gern mal im Bad aufhalten. Somit gilt es, auch hier keine Putzmittel herumstehen zu lassen. 

Achte auch darauf, dass der Toilettendeckel immer geschlossen ist. Vor allem für Kitten sind offene Toiletten sehr gefährlich, da sie noch klein genug sind, um ins Loch hineinzufallen. Sie kommen dann aus eigener Kraft nicht mehr heraus und je nach Art der Toilette könnten sie womöglich qualvoll darin ertrinken. Zudem lauern in der Toilette auch jede Menge Keime. Bitte erinnere deine Besucher daher daran, dass sie immer die den Toilettendeckel geschlossen halten. Und auch die Toilettenbürste sollte so verstaut sein, dass die Tiere nicht herankommen.

NETZ FÜR DEN BALKON

Wenn du einen Balkon hast, ist es unumgänglich, diesen mit einem drahtverstärkten Katzenschutznetz abzusichern. Bitte denke nicht, dass du schon aufpassen kannst, dass die Katze nicht vom Balkon fällt. Dies ist nämlich leichter gedacht als getan. Die Erfahrung zeigt, dass man nicht schnell genug reagieren kann, wenn die Katze sich beispielsweise durch ein plötzliches lautes Geräusch wie eine Fehlzündung erschrickt und einen unvermittelten Satz von der Brüstung macht. Oder wenn sie nach einem plötzlich vorbeifliegenden Vogel oder einem Schmetterling angeln will und dabei das Gleichgewicht verliert. Stürze vom Balkon haben nicht selten lebensgefährliche Verletzungen zur Folge (Schädelhirntrauma, Genickbruch) und führen zumeist zu schwerwiegenden und finanziell sehr aufwändigen Brüchen.

Warum sollte das Netz drathverstärkt sein, fragst Du vielleicht jetzt, wo doch die transparenten Kunststoffnetze viel unauffälliger sind und damit attraktiver erscheinen. Leider ist es jedoch so, dass die Kunststoffnetze sehr schnell zerreißen, wenn die Katze im Netz hochklettert und ausbruchswillige Tiere sie leicht zerbeißen können. Hinzu kommt, dass die Kunststoffnetze der UV-Strahlung nicht standhalten und mit der Zeit porös werden. Ist dies der Fall, entstehen schnell Löcher, durch die die Katzen entwischen können. So erging es uns vor vielen Jahren mit unserem ersten Balkonschutznetz, welches wir aus optischen Gründen in transparent gewählt hatten. Es zerriss irgendwann wie ein alter Lumpen.

Wie Du siehst, gilt es einiges zu beachten, bevor Deine Katze einzieht, damit die Wohnung katzengerecht gestaltet ist und keine Gefahren auf deinen Stubentiger lauern.

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