Wenngleich die Katze wohl das reinlichste und "geruchneutralste" aller Haustiere ist, steht man als Halter dennoch vor einem Geruchsproblem: die Katzentoilette.

Diese kann aus verschiedenen Gründen einen starken und unangenehmen Geruch verströmen und durchaus bereits beim Betreten der Wohnung wahrnehmbar sein.

Den Geruch der Katzentoilette bestimmen verschiedene Faktoren. Neben der Häufigkeit der Reinigung und dem Mengenverhältnis der im Haushalt lebenden Katzen zu den zur Verfügung stehenden Toiletten, ist vor allem die Streuwahl, die Streumenge, die Größe der Toilette/n und die Qualität des Futters maßgebend.

Je hochwertiger deine Samtpfote gefüttert wird, desto weniger unangenehm riechen ihre Ausscheidungen. Logisch, oder? Lies hierzu am besten meinen Artikel "Katzen füttern - was gehört in den Napf?"

Denn je besser das Futter verstoffwechselt werden kann, umso weniger Reststoffe bleiben auszuscheiden. Und je weniger "Abfall" im Futter ist, umso weniger riecht die Ausscheidung.

Unangenehme Gerüche aus der Katzentoilette

Hygienestreu oder Klumpstreu?

Im Bereich Katzenstreu ist die Produktpalette schier unerschöpflich – von der Hygienestreu über Bentonitstreu, Silikatstreu bis zur Holzstreu und was es alles sonst noch gibt. Zunächst einmal solltest Du eines ganz schnell vergessen: die sogenannte Hygienestreu, welche nicht klumpt! Hier bleibt der Urin in der Streu, man kann ihn nicht entnehmen. Folglich beginnt die Katzentoilette bereits nach der ersten Ausscheidung unangenehm nach Ammoniak zu riechen.

Ganz anders verhält es sich bei sogenannter Klumpstreu. Hier bilden sich nach dem Aufsaugen der Flüssigkeit Klumpen, die Du mit einer Schaufel herausnehmen kannst. Dies solltest Du auch mindestens zweimal täglich tun! Je länger die Urinklumpen oder die verbuddelten Kothaufen in der Katzentoilette verbleiben, umso mehr Geruch entströmt ihr natürlich. 

Die Quahl der Wahl

Auch hinsichtlich der unzähligen Klumpstreu-Produkte auf dem Markt gibt es große Unterschiede in der Qualität, sprich in punkto Saugfähigkeit und Geruchsbindung! Je hochwertiger die Streu, desto besser die Geruchsbindung. Leider ist dies zumeist auch mit höheren Kosten verbunden. Hier musst Du selbst entscheiden, wie viel Dir die Unterbindung des Geruchs wert ist.

Nach 40 Jahren Erfahrung in der Mehrkatzenhaltung und unzähligen Versuchen aller möglicher Streusorten der unterschiedlichsten Hersteller kommen für mich nur noch 2 unterschiedliche Produkte in Frage.

Meine erste Wahl ist ganz klar Soft Cat - die nach meiner Erfahrung mit Abstand staubärmste, geruchsärmste und zudem am leichtesten zu handhabende Streu auf dem Markt! Sie ist unglaublich leicht (was im Mehrkatzenhaushalt eine nicht ganz unerhebliche Rolle spielt) und versursacht am wenigstens Verunreinigungen der Katzentoilette. Bentonitstreu ist bedeutend schwerer und klebt sich gern an den Rändern oder am Boden fest, was, vorallem wenn man mehrere Katzen hält, einen ziemlichen Aufwand in der Reinigung der Toilette verursacht.

Wer dennoch Bentonitstreu bevorzugt, aber auch hier eine Variante mit möglichst geringer Staubbildung sucht, dem empfehle ich Premiere Sensitive.

Eine geringe Staubbildung ist aus zwei Gründen wichtig: Erstens legt sich der Staub, der beim Einfüllen wie auch beim Buddeln in der Katzentoilette entsteht, auf den Böden und den Möbeln ab. Vor allem im Mehrkatzenhaushalt kann dies sehr schnell zur Belastung werden.

Zum anderen atmest du beim Befüllen und Reinigen der Toilette den Staub ein, ebenso wie deine Katze ihn beim Scharren einatmet. Vor allem für Allergiker oder Asthmatiker ist - ob Mensch oder Tier - ist dies eine gesundheitliche Belastung.

Unangenehmer Geruch aus dem Katzenklo (Bildquelle: www.pixabay.com)

Du sagst vielleicht, das ist dir alles wurscht und Du nimmst einfach das Preisgünstigste. Aber auch Deine Katze möchte ein Wörtchen mitreden, denn viele Katzen reagieren in diesem Punkt  empfindlich.

Riecht die Einstreu unangenehm oder wird nicht häufig genug gereinigt, wird so manche Katze unsauber und verrichtet ihr Geschäft lieber an einem Platz, an dem es angenehmer riecht.

Unsauberkeit der Katze ist daher häufig ein hausgemachtes Problem, welches in der Streuwahl oder der mangelnden Reinigung des Katzenklos begründet liegt.

Hier kommt auch das Problem von Duftstoffen in der Streu ins Spiel: Was Deiner Nase vielleicht schmeicheln mag, ist für die Katze zumeist eine starke Belästigung ihrer extrem sensiblen Geruchssinne! Somit führt auch die Verwendung einer parfümierten Katzenstreu oder eines Katzenklo-Deos nicht selten zur Unsauberkeit des Stubentigers.

Wie oft muss die katzentoilette gereinigt werden?

Die Häufigkeit der Komplettreinigung einer Katzentoilette richtet sich zum einen nach der Wahl des Streus. Zum anderen ist natürlich auch die Häufigkeit/Menge der Ausscheidungen zu berücksichtigen, also auch die Menge der Tiere, die die Katzentoilette benutzen.

Es besteht eine Faustregel, die besagt, dass die Menge der nötigen Katzentoiletten sich aus der Anzahl der Katzen "plus 1" ergibt. Wer sich also für zwei Stubentiger entscheidet, sollte drei Katzentoiletten aufstellen.

Diese Rechnung ergibt sich, weil es viele empfindsame Katzen gibt, die eine Toilette, in der sich breits ein anderes Tier gelöst hat, nicht mehr betreten und sich lieber einen anderen Ort für ihr Geschäft suchen.

Wie groß sollte die Katzentoilette sein?

Auch die Größe der Katzentoilette und die Menge der Einstreu ist relevant für die Geruchsbildung: Es empfiehlt sich ein Modell, welches mindestens doppelt so lang wie die ausgewachsene Katze ist.

Die Klumpstreu sollte nicht nur den Boden der Toilette bedecken, sondern in einer Höhe von etwa 10 cm eingefüllt werden. Nur so ist es Deiner Katze möglich, ihre Ausscheidungen komplett durch Scharren zu bedecken. Der Geruch offen liegender Ausscheidungen kann von der Katzenstreu nicht gebunden werden.

Sollte es eine Haubtoilette sein oder eher eine randlose?

Zwar ist eine Haubentoilette für den Halter angenehmer, weil etwas weniger Streu rund um die Toilette verteilt wird und man nicht immer direkt auf die Exkremente der Katze blickt, aber abgesehen vom Mehraufwand bei der Reinigung der Toilette stellt das Haubenklo für viele Katzen ein Problem dar.

Manche Tiere haben einfach Angst hineinzugehen, und vor allem im Mehrkatzenhaushalt ergeben sich häufig Probleme, weil eine andere, dominantere Katze den Ausgang versperrt oder sogar hineinschlägt. Die unangenehme Erfahrung verbunden mit der entstehenden Angst führt dann häufig zu Unsauberkeit der unterlegenen Samtpfote.

Zudem sind viele Haubentoiletten einfach zu klein für eine ausgewachsene Katze, oder vor allem für Kater, die zumeist etwas größer und stabiler sind. Die Katze dreht sich mehrfach im Kreis und sucht die richtige Stelle zum Scharren, bevor sie sich erleichtert. Empfindet sie dabei den zur Verfügung stehenden Platz für zu gering, meidet sie die Katzentoilette und sucht sich andere Plätze, um sich zu lösen.

Auch Aufsatzränder, die für weniger Streu im Umfeld der Katzentoilette sorgen sollen, sind für viele Katzen ein Problem. Vor allem kleine Kätzchen, kranke oder ältere Katzen, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, tun sich mit einem solchen Aufsatz oft schwer. In der Folge wird die Toilette entweder gemieden oder man versucht, von draußen im Stehen über den Rand zu pinkeln.

Manche Akrobaten tänzeln auch auf dem Rand herum und pinkeln von hier aus in die Toilette.

Wo sollte das Katzenklo aufgestellt werden?

Wichtig ist auch der Standort. Zwar möchte niemand das Katzenklo im sichtbaren Bereich platzieren, doch die Entscheidung, es in einem dunklen, kleinen und geschlossenen Raum (oder Schrank) aufzustellen, begünstigt die Geruchsbildung spürbar.

Besser wählt man einen Platz, der gut belüftet und räumlich größer ist. Auch die bei Katzenhaltern oft beliebten Haubentoiletten (im schlimmsten Falle noch mit Schwingtür), die zwar den Blick auf den Inhalt verbergen, sind für die Katze leider nicht von Vorteil, da zum einen der Geruch nicht abziehen kann und die Katzennase belästigt.

Zudem fühlen sich auch viele Tiere in einer Haubentoilette eingeengt, müssen sich ducken oder glauben vielleicht sogar, in der Falle zu sitzen, wenn vor dem Ausgang ein Artgenosse lauert. Diese Empfindungen sind ebenfalls häufig ausschlaggebend, wenn eine Katze unsauber wird und sollten bei der Auswahl der Katzentoilette neben der Größe bedacht werden.

Reines Klo - Nase froh :-)

Besucher schweigen meist aus Taktgefühl, doch auch der eigenen Familie bleibt der Geruch nicht verborgen. In den meisten Fällen ist das Geruchsproblem behoben, nachdem die Tipps zur Auswahl der richtigen Katzentoilette und der richtigen Einstreu, sowie zur Reinigung, Größe und Menge der Katzentoiletten befolgt und ein gut belüfteter Stellplatz gewählt wurde.

Auf einschlägigen Zooportalen wie z.B. Zooroyal oder Zooplus gibt es eine schier unerschöpfliche Auswahl an verschiedensten Katzentoiletten und Streusorten.

Sprays, die den Katzenurin auf Enzymbasis binden und neutralisieren, statt ihn wie ein Deo zu überdecken, sind nicht nur bei der Unsauberkeit der Katze sehr hilfreicht, sondern auch bei der Reinigung der Katzentoilette.

Und wie gesagt: Mindestens zweimal täglich die verscharrten Klumpen mit einer Streuschaufel entnehmen, die Streu dabei bis unten auf den Grund durchsuchen und anschließend wieder gleichmäßig verteilen. Die wenigen investierten Minuten lohnen sich! Denn eine saubere und von Rückständen befreite Katzentoilette stellt auch keine Geruchsbelästigung dar, was Deine Katze ebenso zu schätzen wissen wird, wie Du selbst.

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