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CBD-Öl für Katzen – Unfug oder sinnvolle Hilfe?

Katzen sind sehr eigenwillige Tiere, die ihre Zuneigung oft sehr indirekt zeigen. Die kleinen Diven sind dadurch umso faszinierender. Sie können ganz schön kratzbürstig werden, wenn sie beispielsweise nicht angefasst werden wollen. Andererseits suchen sie Nähe, wenn sie Streicheleinheiten wollen. Werden die flauschigen Fellnasen krank, leiden vielleicht unter psychosomatischen Störungen oder sind altersbedingt eingeschränkt, sind sie auf einmal nicht mehr sie selbst. Sie können nicht mehr so, wie sie wollen. Dann möchte man seiner Katze einfach nur helfen. Doch für manche Dinge gibt es keine passende Medizin.

Wann kann CBD-Öl einer Katze helfen?

Mit zunehmendem Alter kommt es auch bei Katzen zu allerlei Wehwehchen, die das körperliche Wohlbefinden einschränken. Manche Katzen entwickeln auch Verhaltensstörungen. Befürworter von CBD-Öl sehen hier die passenden Anwendungsmöglichkeiten. Sie haben damit auch schon Erfahrungen gesammelt und berichten davon, dass CBD-Öl beispielsweise bei Appetitveränderungen, von verschiedenen Ursachen ausgelöstem Stress und auch Mobilitätsproblemen, ihrer Katze geholfen hat.

Die Wirkung lässt sich darauf zurückführen, dass Katzen – genau wie die Menschen und die meisten anderen Säugetiere – über ein Endocannabinoidsystem verfügen. Das bedeutet, dass sich im gesamten Körper Cannabinoid-Rezeptoren befinden, an die das Cannabidiol andocken kann. Das Endocannabinoidsystem wirkt direkt auf das zentrale Nervensystem ein und reguliert viele Prozesse im Körper, wie die Weiterleitung von Schmerzreizen. Bei diesen Prozessen kann CDB-Öl für Katzen einwirken und die Beschwerden lindern.

Diese Katze fühlt sich wohl

Macht CBD-Öl die Katze high?

CBD, die Abkürzung für Cannabidiol, ist ein Cannabinoid aus der Hanfpflanze, das nicht psychoaktiv wirkt. Es macht nicht high, auch nicht die Katze. CBD für handelsübliche Öle stammt aus kontrolliertem Anbau von Nutzhanf. Jedes CBD-Produkt, das daraus hergestellt wird, muss den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen und darf neuerdings nicht mehr als 0,3 Prozent THC enthalten.

Aber auch wenn das THC die Katze nicht high macht, dürfen die Tiere nicht jedes CBD-Öl einnehmen. Auch ätherische Öle und dabei vor allem deren Hauptbestandteile – die Terpene – sind für Katzen gefährlich und können Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Beim Menschen sorgen die Terpene und die weiteren ätherischen Öle für den sogenannten Entourage-Effekt, der die Wirkung verbessert. Aber wer seiner Katze CBD-Öl geben will, muss unbedingt darauf achten, dass das gewählte Produkt keine Terpene enthält.

Wie verträglich ist Cannabidiol bei Katzen?

Mittlerweile gibt es auch kleinere Studien, die getestet haben, wie verträglich spezielle CBD-Öle für Haustiere sind. Bei einer dieser Studien gaben die Wissenschaftler 16 gesunden Tieren, davon acht Katzen, zwölf Wochen lang täglich die übermäßig hohe Dosis von 2 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht (diese Dosis ist viel höher als die empfohlene Dosierung!). Einige der Katzen zeigten daraufhin verändertes Verhalten. Sie leckten sich übermäßig und schüttelten vermehrt den Kopf. Bei einer Katze stieg der Wert des ALT-Enzyms an, ein Enzym, das hauptsächlich in der Leber vorkommt. Daher empfehlen die Forscher nach dieser Studie, die Leberwerte des Tieres überwachen zu lassen, wenn es CBD-Öl bekommt.

Was kann CBD-Öl bei Katzen bewirken?

Viele Tierbesitzer und auch einige Tierärzte konnten mit CBD-Öl für Katzen bereits positive Erfahrungen sammeln. Sie berichten von ähnlichen Wirkungen wie beim Menschen. Ganz offensichtlich steigert CBD-Öl das Wohlbefinden der Katzen, macht sie gelassener und lässt ältere Katzen wieder vitaler wirken. Folgende Effekte haben Katzenbesitzer, die es ausprobiert haben, bei ihrem Tier beobachten können:

  • löst Angst
  • lindert Schmerzen
  • hebt die Stimmung
  • hemmt Entzündungen
  • löst Krämpfe

Es hilft beispielsweise Katzen mit Arthritis gegen die Entzündungen und die damit verbundenen Schmerzen. Wissenschaftliche Studien, die diese subjektiven Beobachtungen belegen, gibt es bislang jedoch noch nicht.

Ganz allgemein hilft der Wirkstoff Cannabidiol Schmerzen zu lindern. Insbesondere Katzen mit chronischen Schmerzen leiden sehr. Die Schmerzen verursachen ihnen Stress. Das CBD-Öl hilft dabei, dass die Katze wieder entspannen kann, und lindert so das Leiden. Auch das sind bislang nur subjektive Beobachtungen.

Einige Katzenbesitzer berichten auch, dass das CBD-Öl intensive Angstzustände bei ihrer Katze abgeschwächt hat. Bei nervösen und etwas ängstlichen Katzen kann eine Behandlung mit CBD-Öl sinnvoll sein. Vorher ist es allerdings ratsam, mit dem Tierarzt darüber zu sprechen, um das richtige Produkt auszuwählen und die passende Dosierung festzulegen.

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Tipps zur Dosierung

Es gibt noch keine einheitlich festgeschriebene Dosierungsempfehlung für die Verabreichung von CBD-Öl bei Katzen. Experten empfehlen nicht mehr als 0,1 bis 0,4 Milligramm Cannabidiol pro Kilogramm Körpergewicht zu verabreichen. Eine Überdosierung kann unerwünschte Nebenwirkungen haben. Am einfachsten ist die Verabreichung über das Futter, dem die entsprechende Menge beigefügt wird.

Beim Kauf ist unbedingt darauf zu achten, dass das gewählte CBD-Öl für Katzen geeignet oder sogar speziell für sie entwickelt wurde. Der THC-Gehalt muss null Prozent betragen und es darf auch keine Terpene enthalten. Die Produkte für Menschen haben in der Regel eine viel zu hohe Dosierung und sind für Katzen nicht geeignet.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Bei Katzen kann es zu Unwohlsein, Durchfall, Hautausschlägen und Appetitlosigkeit nach der Einnahme von CBD kommen. Eine zu hohe Dosis oder das falsche Öl kann noch weitere Symptome auslösen, wie Benommenheit oder Schläfrigkeit, Probleme mit der Verdauung, Schlafstörungen und innere Unruhe. Ungeeignetes CBD-Öl kann bei einer Katze Vergiftungserscheinungen auslösen und zu Leberversagen führen. Dann besteht akute Lebensgefahr.

Fazit

Es gibt zwar noch keine wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeit von CBD-Öl bei Haustieren. Doch die vielen positiven Erfahrungsberichte von Anwendern sprechen für sich. Wer es auch für seine Katze einmal ausprobieren möchte, muss unbedingt auf das richtige CBD-Öl achten, das auch für Katzen geeignet ist.

Besonders gefährlich ist der Kauf von Hanfprodukten im Internet, die immer wieder mit einem zu hohen THC-Gehalt auffallen. Seriöse Anbieter lassen ihre Produkte im Labor überprüfen und garantieren, dass sich die Produkte auch für Katzen eignen. Denn auch ihnen liegt das Tierwohl am Herzen. Entsprechende Analysen liegen oft den Produkten bei oder sind im Internet veröffentlicht.

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